Aufgaben des Elternbeirats

WAS ist der Elternbeirat?

Der Elternbeirat (EB) ist die im Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEuG) verankerte Vertretung aller Schülereltern einer Schule. Seine Mitglieder (der EB hat 12 Mitglieder) werden von der Elternschaft in freier und geheimer Wahl für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Der EB ist keine Körperschaft öffentlichen Rechts und auch kein eingetragener Verein. Er übt keine gewerbliche Funktion aus und ist von der Steuerpflicht befreit; Spenden an den EB sind steuerlich absetzbar (Sie erhalten eine Spendenquittung).

WER kann Mitglied des Elternbeirats werden?

Die Mitgliedschaft im EB ist ehrenamtlich. Zur Wahl stellen können sich alle Erziehungsberechtigten der Schüler der Schule sowie alle Eltern der volljährigen SchülerInnen, die die Schule besuchen.

WOZU gibt es den Elternbeirat?

Die Aufgaben des Elternbeirats sind unter anderem:

  • die Interessen der Eltern der Schüler zu vertreten,
  • den Eltern Gelegenheit zu geben, sich zu informieren und auszusprechen,
  • das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Lehrkräften zu vertiefen,
  • Wünsche, Anregungen und Vorschläge der Eltern zu beraten

Die Aufgaben und Rechte des Elternbeirats (EB) sind in der Schulordnung der Gymnasien in Bayern (GSO) und im Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEuG) gesetzlich geregelt. Er befasst sich mit Fragen, Wünschen, Anregungen und Problemen, die von Eltern an ihn herangetragen werden und ermöglicht über die Organisation von Spendenaktionen Anschaffungen für die Schule, die weder vom Staat noch vom Aufwandsträger (der Stadt München) finanziert werden. Mit Hilfe Ihrer Spenden unterstützt der Elternbeirat diverse Projekte, die das Schulleben bereichern, wie zum Beispiel die Ausbildung der Schulsanitäter, das Klassensprecherseminar, den Känguru-Mathematik Wettbewerb und Vieles mehr.

Der EB vertritt die Eltern im Schulforum, wirkt bei allen Angelegenheiten, die für die Schule von Bedeutung sind, beratend mit und hat so die Möglichkeit zur Mitgestaltung in vielen wichtigen Belangen.

Sein Einvernehmen, also seine Zustimmung, ist erforderlich bei

  • der Verwendung der Intensivierungsstunden (§43 Abs. 1 Satz 2 GSO)
  • der Durchführung von allgemeinen Veranstaltungen, die die Zusammenarbeit von Schule und Erziehungsberechtigten betreffen (§18 Abs. 1 Satz 2 GSO)
  • der Entscheidung über einen unterrichtsfreien Tag (Artikel 89 Abs. 2 Nr. 4 BayEUG)
  • der Änderung von Ausbildungsrichtungen und bei der Einführung von Schulversuchen (Artikel 65 Abs. 1 Satz 3. Nr. 13 BayEUG)
  • der Einführung von neuen Lehrmitteln
  • der Durchführung von Schullandheimaufenthalten, Studienfahrten, sowie von Fahrten im Rahmen des internationalen Schüleraustausches (§20 Abs. 5 Satz 1 GSO)
  • der Festlegung von Grundsätzen zur Durchführung von Veranstaltungen der ganzen Schule, zur Festlegung von Unterrichtszeiten und zur Durchführung von Veranstaltungen in der unterrichtsfreien Zeit (§20 Abs. 5 Satz 2 GSO)
  • bei Disziplinarmaßnahmen gegen einen Schüler wie Entlassung oder Ausschluss (Art. 87, 88 BayEUG), wenn die Mitwirkung des Elternbeirats vom Erziehungsberechtigen oder dem volljährigen Schüler/ der volljährigen Schülerin beantragt wurde

Der Elternbeirat muss auch bei grundlegenden organisatorischen Fragen des Unterrichtsbetriebes gehört werden, wie z. B. Beginn und Ende des Unterrichts oder Pausenregel (BayEUG Art 65, 67; GSO §§ 113)

Durch die Mitgliedschaft in der ARGE München (Arbeitsgemeinschaft der Elternbeiräte der Gymnasien in München und Umgebung), sowie der LEV (Landeselternvereinigung) erhält der Elternbeirat aktuelle Informationen zur Schul- und Bildungspolitik. Über beide Organisationen können die Interessen der Eltern bis hin zu den politischen Mandatsträgern vertreten und so Einfluss auf die grundsätzliche Gestaltung des Schul-und Lernbetriebs ausgeübt werden.