Förderverein Bildungscampus

Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Georg Eisenreich haben Vertreter der Elternbeiräte,
Schüler und Personalvertretungen und die SchulleiterInnen des Ludwigsgymnasiums, des Erasmus-Grasser-Gymnasiums, der Grundschule an der Gilmstraße, des Sonderpädagogischen Förderzentrums München Mitte 3 und der Studienstiftung Albertinum am 21. Januar 2014 den „Förderverein Bildungscampus am Westpark“ gegründet. Aufgabe des Vereins ist es, den geplanten Bildungscampus auf dem Gelände der ehemaligen Gehörlosenschule im Stadtteil Sendling-Westpark durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Peter Waltl gewählt, lange Jahre Elternbeirat am Ludwigsgymnasium.

Bedingt durch den hohen Zugang von durchschnittlich 260 Neuanmeldungen im Jahr stoßen das Ludwigsgymnasium und das Erasmus-Grasser-Gymnasium schon jetzt an die Grenzen ihrer räumlichen Kapazitäten und sind zu häufigen Improvisationen und ungenügenden Kompromissen gezwungen.

Die aufgrund des aktuellen Demografieberichts zu erwartenden, weiter steigenden Anmeldezahlen gerade im Münchner Westen mit seinen zahlreichen Neubaugebieten werden zu einer weiteren Verschärfung dieser Situation führen, da im Münchner Südwesten bislang keine entlastenden Neubauten im Gymnasialbereich geplant sind.

Der zeitgemäße Auftrag zur Inklusion behinderter Kinder sowie der gesellschaftlich notwendige Ausbau der Ganztagsangebote ist mit gegenwärtigem Stand nicht zu realisieren, zumal auch das Studienseminar Albertinum mit derzeit 210 Kindern in den Bereichen offene Ganztagsschule und Hort voll ausgelastet ist.

Die dringend nötigen und von der Landeshauptstadt München geplanten Sanierungsarbeiten an beiden Gymnasien werden die Situation weiter verschärfen, indem z. B. dann nur noch ein Teil der vorhandenen Klassenzimmer genutzt werden kann. Hinzu kommt, dass auch die in unmittelbarer Nähe gelegene Grundschule an der Gilmstraße und das Sonderpädagogische Förderzentrum zu wenig Räume zur Verfügung haben, um den in diesen Schularten gesteigerten pädagogischen Anforderungen gerecht werden zu können.

Den Erfordernissen aller fünf genannten Bildungseinrichtungen kann durch einen Neu- und Erweiterungsbau auf dem Gelände der ehemaligen Gehörlosenschule in optimaler Weise entsprochen werden, weil eine sinnvolle Arrondierung des bestehenden Schulgeländes zwischen Fürstenrieder Straße und Westpark erreicht wird.

In einem Bildungscampus am Westpark wird eine steigende Schülerzahl in modernen Lernformen, zeitgemäßen Fachräumen und inklusionsgeeigneten Klassenzimmern unterrichtet werden und der notwendige Ausbau des Ganztagsangebots und der individuellen Fördermöglichkeiten auch bei Migrationshintergrund realisiert werden.