Schuldenprävention in Klasse 10

Schulden, ein Thema, das für die meisten Jugendlichen noch keine große Rolle spielt. Was anderes können wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 b, von uns behaupten. 


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Denn genau um dieses Thema ging es an unserem Schulden-Präventionstag, den uns unser Oberstufenkoordinator Herr Riedel ermöglicht hat. Im Vorfeld haben uns zum einen Frau Steinle, eine Mitarbeiterin der Caritas, und Frau Friemel, eine Mitarbeiterin der Stadtsparkasse München, besucht, um uns sowohl über die ethischen, als auch über die finanziellen Seiten aufzuklären.



Mit diesem Wissen und bereits bearbeiteten Arbeitsaufträgen haben wir dann den Projekttag begonnen. Zuerst sollten wir einen Vertrag unterschreiben (die Vertragsunmündigkeit Minderjähriger lassen wir hier mal außen vor), der mit einer Gemeinheit im Kleingedruckten gespickt war, um zu kontrollieren, ob wir ihn auch wirklich gelesen haben. Drei Leute sind darauf reingefallen.

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Aber danach ging es erst richtig los!

Wir haben uns mit dem Thema Kredit auseinander gesetzt, zu dem wir auch ein praktisches Beispiel mit einem unserer Mitschüler durchgeführt haben.

Außerdem haben wir uns mit den Kosten für das erste Auto, die erste Wohnung und die Ausstattung dieser befasst, was mir persönlich erst einmal klar gemacht hat, was unsere Eltern da finanziell für uns aufbringen müssen. 

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Anschließend haben wir uns noch einen realen Fall aus dem Bereich Schuldnerberatung angesehen, der auch wirklich so passiert ist. Es geht um einen jungen Mann, der für einen engen Freund einen Handyvertrag abschließt, da dieser aufgrund eines negativen Schufa-Eintrages keinen mehr abschließen kann. Es kommt, wie es kommen muss! Der Freund bezahlt nicht, ist nicht mehr aufzufinden und prompt kommt Post vom Amtsgericht. Es endet mit der persönlichen Insolvenz des jungen Mannes. Diese ist uns im Anschluss noch näher erklärt worden.

Nach dem Abschlussgespräch war dann ein sehr informativer Schultag für alle vorbei.

Am Dienstag, den 27.06.2017, hat uns noch ein Anwalt besucht, und uns über die rechtliche Seite des Themas Schulden aufgeklärt.

Letztendlich war es für uns Jugendliche eine einmalige Erfahrung, die nicht jeder Zehntklässler bekommt und einer der wenigen Tage in der Schule, an denen man auch etwas für das Leben lernt.

Unser Dank geht an Herrn Riedel, Frau Steinle, Frau Friemel, Herrn Rebhan und an die Schulleitung, ohne die das Ganze nicht möglich gewesen wäre.



Leon Rösiger in Vertretung für die Klasse 10 b