Sommerkonzert vom 27.06.2017

Man konnte den Baby-Elefanten aus dem berühmten Safari-Film „Hatari“ förmlich in die Turnhalle des EGG spazieren sehen, als das Orchester mit der Dirigentin Daniela Göldner am 27.06.17 das Sommerkonzert 2017 eröffnete. Der von dem US-Amerikaner Henry Mancini komponierte Song „Baby Elephant Walk“, - Mancini erschuf auch die Titelmelodie zu „Der rosarote Panther“,- war ein schwungvoller Auftakt für den heißen Sommerabend.  
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Durch die pfiffige Moderation der beiden Siebtklässler Adrian Esterer und Marcel Haraburda wurde das Publikum auf die danach folgende Filmmusik zu den „Flintstones“ eingestimmt. Der Titelsong „Meet the Flintstones“ zum Zeichentrickfilm, der von dem US-amerikanischen Zeichentrickfilmer und Produzenten William Denby Hanna erfunden wurde, wurde erst zu der dritten Staffel (1962-1963) eingeführt, - heute kennt ihn jeder als Erkennungszeichen für die Trickfilmserie. Und dann folgte noch eine Filmmusik, dieses Mal spielte das Orchester eine Auswahl aus der Filmmusik zu „Herr der Ringe“. Die Originalmusik wurde für den Film in Neuseeland, in der Town Hall von Wellington, eingespielt, - bei uns war der Sound des Kassenschlagers in der Turnhalle aber auch ganz gut!

Danach brachte der Chor der Fünft- bis Siebtklässler unter der Leitung von Irene Schwinghammer und mit der Unterstützung von André Hartmann am Piano die Zuhörer, denen es bei den tropischen Temperaturen in der Sporthalle schon warm war, weiter ins Schwitzen mit dem Traditional „Ophelia letter blow ‘way“ aus Trinidad und dem lustigen Zwiefacher „Leit, Leit, Leitl, müaßts lustig sei“:
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Leit, Leit, Leitl, müaßts lustig sei, lustig sei, / derfts, derfts, derfts ja net traurig sei, traurig sei, / denn, denn, denn mit der Traurigkeit, Traurigkeit / kimmt, kimmt, kimmt ma net weit.

So, so, so wia der Acker is, / so, so, grad a so werdn die Ruabn, / und, und wia halt der Vata is, / so, so san a die Buabn.

Heut, heut, heut geh i gar net hoam, / is, is, is der schwarz Mo dahoam, / schaut, schaut, schaut wia da Teifl aus, / trau, trau, trau ma net z'haus!

eS - eS - eS Ce Ha Schubkarrnradl, / 's Deandl, Deandl, Deandl hat gar koane Wadl, / eS - eS - eS Ce Ha Radlschubkarrn / Wadl, Wadl, Wadl kriagts erst morgn!

Gehts, gehts, gehts Buam, jetz gehn ma hoam! / Was, was, was nutzt des Ummaloahn, / was, was, was nutzt das Ummasteh' / hoam, hoam, hoam müaß ma geh'!



Schon lustig anzusehen, wenn Kinder diverser Nationen zusammen ein bayrisches Lied anstimmen und gemeinsam einen Schuhplattler imitieren!


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Wir alle fühlten beim nächsten Song förmlich die Hitze Afrikas, als die fröhlichen Kinder „Can You Feel the Love Tonight“ von Tim Rice und Elton John aus dem Animationsfilm „König der Löwen“ intonierten:




There's a calm surrender to the rush of day
When the heat of a rolling wind can be turned away
An enchanted moment, and it sees me through
It's enough for this restless warrior just to be with you

And can you feel the love tonight?
It is where we are
It's enough for this wide-eyed wanderer
That we got this far
And can you feel the love tonight?
How it's laid to rest
It's enough to make kings and vagabonds
Believe the very best …


Ruhiger wurde es mit dem Vokalensemble, das von Benedikt Ruf geleitet wurde, mit zwei Stücken aus dem 15. Jahrhundert, „Gaudens in Domine“ und „Alta Trinita“, letzteres ist ein Loblied auf die heilige Dreifaltigkeit von einem anonymen italienischen Komponisten:


Alta Trinita beata, 


da noi sempre adorata, 

Trinita gloriosa 

unita maravigliosa.
Tu sei manna saporosa 


e tutta desiderosa.

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Und danach ging‘s weiter mit Filmmusik aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, einem französisch-schweizerischen Kinofilm aus dem Jahr 2004. Die Sänger des beliebten Films stammten damals alle aus dem Kinderchor „Les Petits Chanteurs de Saint-Marc“ aus Lyon, für den Solisten Jean-Baptiste Maunier begann danach seine Schauspiel- und Gesangskarriere. Unsere Chorklasse 6c trug „Vois sur ton chemin“ vor, nach Bayrisch, Englisch und Latein nun ein französisches Lied. Vielleicht wird ja auch eine Sängerin oder ein Sänger unserer Chorklasse berühmt!




Im Anschluss intonierten die Kinder „Chöre“ von Mark Forster und rollten „den roten Teppich“ für das Publikum aus:



Warum machst du dir nen Kopf,
Wovor hast du Schiss,
Was gibt's da zu grübeln,
Was hast du gegen dich
Ich versteh dich nicht.

Immer siehst du schwarz,
Und bremst dich damit aus,
Nichts ist gut genug,
Du haust dich selber raus.
Wann hörst du damit auf.


Wie ich dich seh ist für dich unbegreiflich,
Komm ich zeig's dir.
Ich lass Konfetti für dich regnen
Ich schütt dich damit zu,
Ruf deinen Namen aus allen Boxen,
Der beste Mensch bist du,
Ich roll den roten Teppich aus,
Durch die Stadt bis vor dein Haus,
Du bist das Ding für mich,
Und die Chöre singen für dich…



Großer Applaus für diese Darbietung!


Und weiter ging’s mit dem Jazzstandard „Billie’s Bounce“, den Charlie Parker 1945 komponierte und erstmals einspielte. Der zwölftaktige Blues wurde von Luis King am Saxophon, begleitet von Maxim Bourtsev am Piano und einem leider nicht vorgestellten Bassisten, sehr einfühlsam vorgetragen. Wenn uns bis dahin nicht heiß war, dann jetzt!



Der zweite Auftritt des Vokalensembles war eine Hommage an den ehemaligen Musiklehrer des EGG, Stefan Kalmer, der die Lieder „Du mein einzig Licht“ sowie „Herzekrank, basierend auf einem Gedicht von Heinrich Heine, komponiert hat:

Schöne, helle, goldne Sterne,
Grüßt die Liebste in der Ferne,
Sagt, daß ich noch immer sei
Herzekrank und bleich und treu.


Die Gruppe schloss ihre Darbietung mit dem Lied „City of Stars“ von Benj Pasek, Justin Paul und Justin Hurwitz aus dem Oscar-gekrönten Musical „La, La Land“ aus dem Jahr 2016.



Marcel und Adrian führten die Zuhörer mit kleinen, witzigen Ansagen durch das Programm, aber auch der scheidende Direktor Peter Haag wandte sich mit begleitenden Worten an das Publikum, - und er versprach zu Beginn des Konzerts nicht zu viel, es wurde viel abwechslungsreiche Musik geboten und die Stimmung in der nüchternen Turnhalle kochte.
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Den krönenden Abschluss des Konzerts bildete die Darbietung der Schulband unter Leitung von Franz Jetzinger. Sie trug die Songs „Say what“ und „Low Down, Slow Down Blues“ Paul Clarkvor, die die Zuhörer zu Bravorufen hinrissen.

Der letzte Song „Sweet Home Chicago“ ein Bluessong, der seit den 1930er Jahren von zahlreichen Künstlern interpretiert wurde und sich im Laufe der Zeit zur inoffiziellen Hymne Chicagos mauserte, brachte den Saal noch einmal richtig ins Schwitzen.

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Fazit des heißen Abends: Toll haben es unsere Schülerinnen und Schüler unter der Anleitung der Musiklehrerinnen und –lehrer gemacht! Und nicht zu vergessen: Die sehr hübsche Dekoration der Halle war von der 5c unter der Leitung der Kunstlehrerin Franzi Töllner entstanden.





Ein riesiges Dankeschön an alle, - vor, auf und hinter der Bühne,- die diesen Abend ermöglicht haben.



Text/ Photos: Suse Fritzenschaft